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Ausflug nach Friesland

Besuch der Verkehrszentrale und Yachtwerft

Am Dienstag, den 10. März reisten neun Mitglieder des WWV nach Emden und Papenburg. Zunächst besuchte die Gruppe die Verkehrszentrale auf der Knock an der Ems. Erstaunlich wie sich unserer kleiner heimischer Fluss hier zu einer über einen Seemeile breiten Wasserstraße ausdehnt. Die Verkehrszentrale wird von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unterhalten und betrieben. Die sehr nette Leiterin Frau van Beckum nahm sich ausnahmsweise (Besuche sind sonst nicht üblich) zweieinhalb Stunden für uns Zeit und erläuterte ausführlich welche Aufgaben man habe und warum die Emsmündung ein in Europa einmaliges Gewässer ist. Nirgendwo sonst gibt es zwischen zwei Staaten keine Grenze auf den Hoheitsgewässern. Zeigt wie gut mittlerweile die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn aus den Niederlanden ist. Darauf ist man in Emden übrigens mächtig stolz und wird vor allem wohl deshalb auch nie wegrationalisiert.

Nach einer Präsentation durften wir dann den wachhabenden Offizieren im Funk- und Radarraum bei der Arbeit zusehen. In der Luft lag eine allgemeine Anspannung wurde doch das Auslaufen des Kreuzfahrtriesen „Anthem of the seas“ (Hymne der Meere) aus der Meyer Werft in Papenburg auf diesen Tag vorverlegt. Welch ein Zufall für uns. Die Vorbereitungen für die komplizierte Überführung liefen auf Hochtouren. Gegen Mitternacht erwartete man das Schiff auf Höhe der Verkehrszentrale. Vorher musste aber noch die komplette Ems ab Papenburg von der übrigen Schifffahrt freigeräumt werden. Das organisieren die Offiziere der Verkehrszentrale per Funk. Während unserer Besuchszeit wurde weiterhin der Wetterbericht und die Bekanntmachungen für die Schifffahrt durchgegeben. Spannend so etwas mal live zu sehen. Auf dem Radarturm hatten wir im Anschluss einen traumhaften Blick bei wunderbarstem Wetter über den gesamten Dollart, wie man die Emsmündung auch nett.

Nach dem Besuch machten wir uns nun auf nach Papenburg. Unplanmäßig, aber wie sich für den Tag herausstellte genau rechtzeitig, so konnten wir doch nach der Ankunft in der Meyer Werft dem Riesen direkt beim Ablegen zuschauen. Die Abfahrtszeit hatte sich nämlich aufgrund des Windes doch nochmal verschoben. So schließt sich der Kreis rund um die Überführung des Schiffes. Imposant schob sich das 430m lange Schiff durch die schmale Gasse der Schleuse. Laut ertönte es dreimal lang durch den Python und die Mitarbeiter der Werft standen in Scharen an der Pier um die Arbeit der letzten sechs Monate für immer zu verabschieden. Wir hatten im Anschluss noch eine Führung durch die Docks der Werft bevor wir erschöpft und hungrig am Tisch des Wirtshauses am Zeitspeicher saßen. Um 20 Uhr waren wir, von Eindrücken geflutet, wieder in Warendorf. Schade, dass nicht mehr Leute vom Verein Lust und Zeit hatten. Tag der offenen Türen am Emssee 2014

WWV-Mitglieder vor dem Kreuzfahrtriesen „Anthem of the seas“.
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